Supply Chain Management auf Zukunftskurs

Dr. Bernhard Albert , 30.08.2017

Supply Chain Management auf Zukunftskurs   

Gastbeitrag Dr. Bernhard Albert, Zukunftsforscher, Gründer und Inhaber, Foresight Solutions, Frankfurt am Main  

Im Zeitalter der Digitalisierung stehen Rolle und Funktion des Supply Chain Managements vor neuen Herausforderungen und einem radikalen Wandel. Unternehmen, die sich der Herausforderung stellen, machen das Supply Chain Management zu einer Kernfunktion von Strategie- und Innovationprozessen, binden es in Risiko- und Geschäftssystemanalysen ein und nutzen es für die Entscheidungsfindung. Ein Fachgebiet, das vor allem für die Steuerung, Planung und Optimierung der Lieferkette von der Rohstoffgewinnung bis zum Recycling verantwortlich war und damit befasst ist, die Ströme von Stoffen und Gütern entlang von Verfügbarkeit und Nachfrage effektiv zu gestalten, erobert neues Terrain.  

Bis heute stehen für viele Unternehmen die Optimierung von Kosten und ein ungestörter Produktionsablauf im Zentrum des Anforderungskatalogs an das Supply Chain Management. Ihm fällt dort die Aufgabe zu, alle dafür erforderlichen Funktionen im Betrieb zu steuern sowie die erforderlichen überbetrieblichen Abläufe zu koordinieren. Erweitert hat sich der Anforderungskatalog mit der fortschreitenden Einführung und Verbesserung der Informations- und Kommunikationstechnologien. Damit wird es mit ihrer Hilfe einfacher, alle Prozesse zielorientiert zu steuern und auf Abweichungen im Unternehmen selbst oder entlang der Lieferketten zeitnah zu reagieren. Schon das ist in einer globalisierten, hochkomplexen Wirtschaftswelt ohne Zweifel eine Herkulesaufgabe.   In vielen Unternehmen noch unzureichend verstanden oder umgesetzt, ist die durch und durch strategische Bedeutung des Supply Chain Managements. Unzählige Beispiele dafür finden sich …

  •   im Risikomanagement zur Vermeidung von Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten,
  • in der dynamischen Verlagerung von Vorproduktion und Vormontage sowie von Konfiguration und Endmontage zu Dienstleistern innerhalb und außerhalb der Logistikkette,
  • in den immer umfangreicheren und variantenreicheren Aufgaben im Fulfillment vom Vertrieb, über die Rücknahme bis zur Reparatur.  

Mit einem aufgeklärten und selbstbewussten Supply Chain Management können nicht nur Unternehmensabläufe, sondern die gesamte Wertschöpfungskette neu gedacht und mit atemberaubender Geschwindigkeit transformiert werden.  

Ein zukunftsorientiertes Supply Chain Management gibt den Unternehmen …

  • die Flexibilität, sich immer wieder neu zu erfinden,
  • neue Geschäftsfelder zu besetzen und andere zu verlassen,
  • neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und umzusetzen,
  • Veränderungen zu modulieren, um sie anschließend zu realisieren.

Deshalb brauchen wir heute im Supply Chain Management mehr denn je Querdenker, die bereit sind, Wertschöpfungsketten grundsätzlich zu hinterfragen, innovative Unternehmenskooperationen zu fördern und die Unternehmenswelten von morgen neu zu definieren. Möglich wird das durch einen Cross-Industry-Ansatz und die Einbindung von Kunden, Lieferanten und Partnern in Foresight-, Innovations- und Strategieprozesse, denen systematische Analysen der eigenen Liefer- und Wertschöpfungsketten und alternativer Konzepte im Markt sowie aller wesentlichen Umfeldfaktoren vorausgehen sollten.   Wichtig dafür ist ein intensiver Austausch von Praktikern und Experten, von Innovatoren und Traditionalisten zu den aktuellen und den zukünftigen Herausforderungen in den Unternehmen und im Supply Chain Management. Auf der EXCHAiNGE trifft man alle, die über die klassischen und die neuen Anforderungen an das Supply Chain Management nachdenken und dieses weiterentwickeln, sowie die, die über den Tellerrand hinausschauen und sich der transformativen Kraft ihres Arbeitsfeldes bewusst sind. Hier treffen Praktiker und Vordenker aufeinander, lernen voneinander, inspirieren sich wechselseitig und kehren mit neuen Erkenntnissen und Zukunftsvorstellungen zurück in ihre Unternehmen.   

Dr. Bernhard Albert von Foresight Solutions stellt am zweiten Tag der EXCHAiNGE (27.9.2017) im Forum zum Thema „Open Innovation in der Supply Chain“ erfolgreiche Ansätze für unternehmensübergreifende Kooperationen im Innovationsprozess vor. Er unterrichtet Zukunftsforschung im neuen Masterstudiengang für Supply Chain und Operationsmanagement an der TH Köln. Sein Beratungshaus unterstützt Unternehmen bei der Analyse von Wertschöpfungsketten, Umfeldern und Geschäftssystemen. Es gestaltet Beteiligungsprozesse von der Ideation Phase bis zum Strategy Lab, von der Szenario-Werkstatt bis zur Zukunftskonferenz. Seine Kernbotschaft lautet: Bahnbrechende Innovationen halten sich nicht an Unternehmensgrenzen!

Save the Date: Die Fachkonferenz „EXCHAiNGE – The Supply Chainers’ Conference 2017“ findet am 26. und 27. September 2017 in Frankfurt am Main statt.  
Detaillierte Informationen zur EXCHAiNGE 2017 und zu den Session-Themen „Kultur zur digitalen Transformation“, „Nachhaltiges Wirtschaften“, „Open Innovation in der Supply Chain“, „Digitale Souveränität“, „Resilienz vs. Effizienz“ und „Supply Chain Best Practices“ finden Sie unter www.exchainge.de . Hier geht es zur Online-Anmeldung: www.exchainge.de / Rubrik Anmeldung   

Wir freuen uns auf einen anregenden Austausch mit Ihnen auf der EXCHAiNGE 2017!    

Der Abdruck des EUROEXPO-Blogbeitrags ist honorarfrei, Text- und Bildmaterial stehen auf der EXCHAiNGE-Blogseite unter www.exchainge.de .             
Belegexemplar erbeten an EUROEXPO Messe- und Kongress-GmbH, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Joseph-Dollinger-Bogen 7, 80807 München, oder per E-Mail an
annika.kagermaier@euroexpo.de

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